Montag, 17. August 2009

Nicht schön

Das Wasser hier ist so eine Sache für sich. Ich traue dem Wasser nicht. Wäscht man sich die Hände oder steht man unter der Dusche hat man den Eindruck, die Seife sei nicht wegzubekommen von der Haut. Das Wasser hier ist nämlich ähnlich glitschig wie Seife, ausserdem riecht es seltsam. Meine Mitbewohnerin Katie ist felsenfester Überzeugung das Wasser sei mit das beste im Land, es gebe Studien dazu, versucht sie diese mit Sicherheit einer Nachprüfung nicht standhaltenden Meinung zu untermauern. Die Glitschigkeit des Wassers verwundert nicht weiter wenn man richtung Flughafen fährt oder am Flussufer nach Norden blickt. Unzählbare Türme und Schlote recken sich dort in den Himmel und pusten jede Menge Dreck nach draußen. Das ist die Raffinerie hier, die zweitgrößte in den USA. Allerdings, soviel sei gesagt, riecht es hier nirgends nach Öl oder Chemie. Ich begrüße das. Durch all den und den ganzen Dreck den die Raffinerie verbreitet, entstehen hier knallbunte Sonnenuntergänge was ziemlich schön ist. Entlang des Mississippi („The anus of America“ (Paul)) zieht sich bis New Orleans eine gigantische Ansammlung petrochemischer Anlagen, die bei Wikipedia 'Chemical Strip' genannt wird. Cancer Alley, lässt man mich wissen, ist aber der angesagtere Name.

1 Kommentar:

  1. In Lawrence/Kansas hat man ein gutes Rezept gegen glitschiges Wasser… trinkt man da nen Schluck aus der Leitung, kann man sicher sein, dass das darin enthaltenen Chlor nun wohl alle Bakterien in Speiseröhre und Magen getötet und womöglich direkt noch einige Schichten der Schleimhaut weggeätzt hat. Nach dem Duschen fühlte sich meine Haut an wie Schleifpapier und meine Kleider kamen wie Bretter aus der Waschmaschine… Bitte kauf dein Trinkwasser im Supermarkt!

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